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(Die Seite wurde neu angelegt: '''Mauritius Fürst''' OSB, Taufname ''Arnold'', (1923–2002), Benediktiner der Abtei Mariastein; Abt von 1971 bis ­1995. == Leben == Fürs...)
 
 
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'''Mauritius Fürst''' [[Benediktiner|OSB]], Taufname ''Arnold'', (1923–2002), [[Benediktiner]] der Abtei [[Mariastein]]; Abt von 1971 bis ­1995.
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== Leben ==
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Fürst wurde am 14. Oktober 1923 in Trimbach, Solothurn, in die kinderreiche Familie des Bezirkslehrers Ignaz Fürst und seiner Frau Marie Fürst-Hagmann hineingeboren. Nach dem Besuch der Primarschule in Trimbach, der Bezirksschule und des Progymnasiums in Olten wechselte er 1940 an das Kollegium »Karl Borromäus« in Altdorf (Uri), wo sein älterer Bruder Otto und auch mehrere Mariasteiner Patres Lehrer waren. Nach der Rekrutenschule und dem Aktivdienst bestand er 1944 die Matura und trat anschließend als [[Novize]] in das Benediktinerkloster [[Mariastein]] ein. Fürst und seine zwei Mitnovizen waren die ersten Novizen, die nach der 'Reorganisation' 1874 wieder eintreten durften.  
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Mauritius Fürst, Taufname ''Arnold Benedikt'', geboren am 14. Oktober 1923 in Trimbach, Solothurn, in die kinderreiche Familie des Bezirkslehrers Ignaz Fürst und seiner Frau Marie Fürst-Hagmann. Nach dem Besuch der Primarschule in Trimbach, der Bezirksschule und des Progymnasiums in Olten wechselte er 1940 an das Kollegium »Karl Borromäus« in Altdorf (Uri), wo sein älterer Bruder Otto und auch mehrere Mariasteiner Patres Lehrer waren. Nach der Rekrutenschule und dem Aktivdienst bestand er 1944 die Matura und trat anschließend als Novize in das Benediktinerkloster Mariastein ein. Fürst und seine zwei Mitnovizen waren die ersten Novizen, die nach der 'Reorganisation' 1874 wieder eintreten durften.  
  
Am 6. Oktober 1945 legte Fürst die einfache [[Profess]] an die damals noch heimatlose Klostergemeinschaft ab. Die theologische Ausbildung erhielt er im Kloster. Am 25. Juli 1949 weihte ihn Bischof Franziskus von Streng in der Klosterkirche zum Priester. Nach Beendigungs des Theologiestudiums ging Fürst als Lehrer ans Kollegium in Altdorf (1950).
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Am 6. Oktober 1945 legte Fürst die einfache Profess auf die damals noch heimatlose Klostergemeinschaft ab. Die theologische Ausbildung erhielt er im Kloster. Am 25. Juli 1949 weihte ihn Bischof Franziskus von Streng in der Klosterkirche zum Priester. Nach Beendigung des Theologiestudiums ging Fürst als Lehrer ans Kollegium in Altdorf (1950).
  
Seine Lehrtätigkeit am Kollegium in Altdorf unterbrach Fürst 1953, um in Freiburg (Schweiz) Altphilologie und – auf Wunsch seines Abtes – Geschichte zu studieren. 1960 nahm er seine Lehrtätigkeit wieder auf. Zwei Jahre später, 1962, wurde er mit einer historischen Arbeit über die Wiedererrichtung der Abtei Beinwil und ihre Verlegung nach Mariastein zum Doktor der Philosophie promoviert und im selben Jahr als [[Prior]] nach Mariastein berufen.
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Seine Lehrtätigkeit am Kollegium in Altdorf unterbrach Fürst 1953, um in Freiburg (Schweiz) Altphilologie und – auf Wunsch seines Abtes – Geschichte zu studieren. 1960 nahm er seine Lehrtätigkeit wieder auf. Zwei Jahre später, 1962, wurde er mit einer historischen Arbeit über die Wiedererrichtung der Abtei Beinwil und ihre Verlegung nach Mariastein zum Doktor der Philosophie promoviert und im selben Jahr als Prior nach Mariastein berufen.
  
In Mariastein hatte er zunächst Abt [[Niederberger, Basilius|Basilius Niederberger]] zu vertreten, der in seiner Eigenschaft als Abtpräses der [[Schweizerische Benediktinerkongregation|Schweizerischen Benediktinerkongregation]] am Zweiten Vatikanischen Konzil teilnahm. Gleichzeitig lehrte er am theologischen Hausstudium Kirchenrecht und -geschichte und war als [[Novizenmeister]] und [[Fraterinstruktor]] tätig. Während dieser Jahre, in denen über die staatsrechtliche Wiederherstellung des Klosters diskutiert wurde, nahm sich Fürst besonders der damit zusammenhängenden historischen Fragen an.
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In Mariastein hatte er zunächst Abt [[Niederberger, Basilius|Basilius Niederberger]] zu vertreten, der in seiner Eigenschaft als Abtpräses der Schweizerischen Benediktinerkongregation am Zweiten Vatikanischen Konzil teilnahm. Gleichzeitig lehrte er am theologischen Hausstudium Kirchenrecht und -geschichte und war als Novizenmeister und Fraterinstruktor tätig. Während dieser Jahre, in denen über die staatsrechtliche Wiederherstellung des Klosters diskutiert wurde, nahm sich Fürst besonders der damit zusammenhängenden historischen Fragen an.
  
Als Abt Basilius nach der staatsrechtlichen Wiederherstellung des Klosters 1971 sein Amt niederlegte, wählte die Klostergemeinschaft am 15. Juli 1971 P. Mauritius zum 39. [[Abt]] von Mariastein. Am 16. August erhielt er durch den Basler Bischof Anton Hänggi die Weihe.
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Als Abt Basilius nach der staatsrechtlichen Wiederherstellung des Klosters 1971 sein Amt niederlegte, wählte die Klostergemeinschaft am 15. Juli 1971 P. Mauritius zum 39. Abt von Mariastein. Am 16. August erhielt er durch den Basler Bischof Anton Hänggi die Weihe.
  
Unter Fürsts Führung wurde die gesamte Klosteranlage einer Restaurierung unterzogen. Wegen der sinkenden Zahl von [[Mönch]]en musste die Lehrtätigkeit der Patres in Altdorf ab 1976 zunächst reduziert und 1981 schließlich ganz aufgegeben werden. Die klostereigenen Besitzungen in Altdorf und Bregenz wurden verkauft und finanzierten so die Umbauarbeiten.
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Unter Fürsts Führung wurde die gesamte Klosteranlage einer Restaurierung unterzogen. Wegen der sinkenden Zahl von Mönchen musste die Lehrtätigkeit der Patres in Altdorf ab 1976 zunächst reduziert und 1981 schließlich ganz aufgegeben werden. Die klostereigenen Besitzungen in Altdorf und Bregenz wurden verkauft und finanzierten so die Umbauarbeiten.
  
Innerklösterlich galt es, in Fortsetzung der Arbeit seines Vorgängers die Anregungen des Konzils umzusetzen und Liturgie und [[Stundengebet]] den neuen Verhältnissen und Erfordernissen anzupassen. Außerklösterlich engagierte sich Fürst in vielen Funktionen. Er war ein häufiger Firmspender, Mitglied des [[Grabesritter|Ritterordens vom hl. Grab]] und lange Vorstandsmitglied des Historischen Vereins des Kantons Solothurn, der ihn zum Ehrenmitglied ernannte. Außerdem verfasste er historische Beiträge oder andere Artikel, die er im Mariastein-Heft oder anderswo publizierte.
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Innerklösterlich galt es, in Fortsetzung der Arbeit seines Vorgängers die Anregungen des Konzils umzusetzen und Liturgie und Stundengebet den neuen Verhältnissen und Erfordernissen anzupassen. Außerklösterlich engagierte sich Fürst in vielen Funktionen. Er war ein häufiger Firmspender, Mitglied des Ritterordens vom hl. Grab und lange Vorstandsmitglied des Historischen Vereins des Kantons Solothurn, der ihn zum Ehrenmitglied ernannte. Außerdem verfasste er historische Beiträge oder andere Artikel, die er im Mariastein-Heft oder anderswo publizierte.
  
 
1989 erhielt er den Anerkennungspreis des Kantons Solothurn.
 
1989 erhielt er den Anerkennungspreis des Kantons Solothurn.
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Im Januar 1995 trat Fürst aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er starb am 29. Mai 2002 unerwartet an einem Herzinfarkt.
 
Im Januar 1995 trat Fürst aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er starb am 29. Mai 2002 unerwartet an einem Herzinfarkt.
  
== Werke ==
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{{sub2|TITLE=D|DATA=''Prof.:'' simpl. 6. Okt. 1945; ''Sac.:'' 25. Juli 1949 (Bf. Franziskus von Streng); ''Abbas:'' el. 15. Juli 1971, ben. 16. Aug. 1971 (Bf. Anton Hänggi).}}
  
* ''Die Wiedererrichtung der Abtei Beinwil und ihre Verlegung nach Mariastein (1622–­1648)'' In: Jahrbuch für solothurnische Geschichte 37, 1964 (Dissertation)
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{{sub2|TITLE=W|DATA=„Die Wiedererrichtung der Abtei Beinwil und ihre Verlegung nach Mariastein (1622–­1648)“, in: ''Jahrbuch für solothurnische Geschichte'' 37 (1964) 1–262 (Dissertation). · „Heinrich Rotacker, Abt von Beinwil und Weihbischof“, in: ''Freiburger Geschichtsblätter'' 52 (1963/64) 174–186.}}
  
== Literatur ==
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{{sub2|TITLE=L|DATA=Bütler, Anselm: ''Der neue Abt: Mauritius Fürst.'' In: Borromäer Stimmen 51 (1970/71) 105–107 · [[Schenker, Lukas]] OSB: ''Mauritius Fürst.'' In: Helvetia Sacra III/1 (1986) 421 · Ders.: ''Alt Abt Mauritius Fürst OSB, Mariastein.'' In: Schweizerische Kirchenzeitung 26 (2002) · Ders.: In memoriam Alt-Abt Mauritius Fürst OSB, Mariastein (14. Oktober 1923–29. Mai 2002), in: Jahrbuch für solothurnische Geschichte 75 (2002), S. 285–289.}}
  
* [[Schenker, Lukas]] OSB : ''Alt Abt Mauritius Fürst OSB, Mariastein.'' In: Schweizerische Kirchenzeitung 26 (2002)
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== Weblinks ==
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* [http://www.kloster-mariastein.ch/ Abtei Mariastein]
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Aktuelle Version vom 20. Oktober 2016, 20:18 Uhr

Mauritius Fürst OSB

Mauritius Fürst

Abt von Mariastein 1971–­1995

* 14. Okt. 1923 Trimbach, Kt. Solothurn
† 29. Mai 2002

Mauritius Fürst, Taufname Arnold Benedikt, geboren am 14. Oktober 1923 in Trimbach, Solothurn, in die kinderreiche Familie des Bezirkslehrers Ignaz Fürst und seiner Frau Marie Fürst-Hagmann. Nach dem Besuch der Primarschule in Trimbach, der Bezirksschule und des Progymnasiums in Olten wechselte er 1940 an das Kollegium »Karl Borromäus« in Altdorf (Uri), wo sein älterer Bruder Otto und auch mehrere Mariasteiner Patres Lehrer waren. Nach der Rekrutenschule und dem Aktivdienst bestand er 1944 die Matura und trat anschließend als Novize in das Benediktinerkloster Mariastein ein. Fürst und seine zwei Mitnovizen waren die ersten Novizen, die nach der 'Reorganisation' 1874 wieder eintreten durften.

Am 6. Oktober 1945 legte Fürst die einfache Profess auf die damals noch heimatlose Klostergemeinschaft ab. Die theologische Ausbildung erhielt er im Kloster. Am 25. Juli 1949 weihte ihn Bischof Franziskus von Streng in der Klosterkirche zum Priester. Nach Beendigung des Theologiestudiums ging Fürst als Lehrer ans Kollegium in Altdorf (1950).

Seine Lehrtätigkeit am Kollegium in Altdorf unterbrach Fürst 1953, um in Freiburg (Schweiz) Altphilologie und – auf Wunsch seines Abtes – Geschichte zu studieren. 1960 nahm er seine Lehrtätigkeit wieder auf. Zwei Jahre später, 1962, wurde er mit einer historischen Arbeit über die Wiedererrichtung der Abtei Beinwil und ihre Verlegung nach Mariastein zum Doktor der Philosophie promoviert und im selben Jahr als Prior nach Mariastein berufen.

In Mariastein hatte er zunächst Abt Basilius Niederberger zu vertreten, der in seiner Eigenschaft als Abtpräses der Schweizerischen Benediktinerkongregation am Zweiten Vatikanischen Konzil teilnahm. Gleichzeitig lehrte er am theologischen Hausstudium Kirchenrecht und -geschichte und war als Novizenmeister und Fraterinstruktor tätig. Während dieser Jahre, in denen über die staatsrechtliche Wiederherstellung des Klosters diskutiert wurde, nahm sich Fürst besonders der damit zusammenhängenden historischen Fragen an.

Als Abt Basilius nach der staatsrechtlichen Wiederherstellung des Klosters 1971 sein Amt niederlegte, wählte die Klostergemeinschaft am 15. Juli 1971 P. Mauritius zum 39. Abt von Mariastein. Am 16. August erhielt er durch den Basler Bischof Anton Hänggi die Weihe.

Unter Fürsts Führung wurde die gesamte Klosteranlage einer Restaurierung unterzogen. Wegen der sinkenden Zahl von Mönchen musste die Lehrtätigkeit der Patres in Altdorf ab 1976 zunächst reduziert und 1981 schließlich ganz aufgegeben werden. Die klostereigenen Besitzungen in Altdorf und Bregenz wurden verkauft und finanzierten so die Umbauarbeiten.

Innerklösterlich galt es, in Fortsetzung der Arbeit seines Vorgängers die Anregungen des Konzils umzusetzen und Liturgie und Stundengebet den neuen Verhältnissen und Erfordernissen anzupassen. Außerklösterlich engagierte sich Fürst in vielen Funktionen. Er war ein häufiger Firmspender, Mitglied des Ritterordens vom hl. Grab und lange Vorstandsmitglied des Historischen Vereins des Kantons Solothurn, der ihn zum Ehrenmitglied ernannte. Außerdem verfasste er historische Beiträge oder andere Artikel, die er im Mariastein-Heft oder anderswo publizierte.

1989 erhielt er den Anerkennungspreis des Kantons Solothurn.

Im Januar 1995 trat Fürst aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er starb am 29. Mai 2002 unerwartet an einem Herzinfarkt.


D:

Prof.: simpl. 6. Okt. 1945; Sac.: 25. Juli 1949 (Bf. Franziskus von Streng); Abbas: el. 15. Juli 1971, ben. 16. Aug. 1971 (Bf. Anton Hänggi).

W:

„Die Wiedererrichtung der Abtei Beinwil und ihre Verlegung nach Mariastein (1622–­1648)“, in: Jahrbuch für solothurnische Geschichte 37 (1964) 1–262 (Dissertation). · „Heinrich Rotacker, Abt von Beinwil und Weihbischof“, in: Freiburger Geschichtsblätter 52 (1963/64) 174–186.

L:

Bütler, Anselm: Der neue Abt: Mauritius Fürst. In: Borromäer Stimmen 51 (1970/71) 105–107 · Schenker, Lukas OSB: Mauritius Fürst. In: Helvetia Sacra III/1 (1986) 421 · Ders.: Alt Abt Mauritius Fürst OSB, Mariastein. In: Schweizerische Kirchenzeitung 26 (2002) · Ders.: In memoriam Alt-Abt Mauritius Fürst OSB, Mariastein (14. Oktober 1923–29. Mai 2002), in: Jahrbuch für solothurnische Geschichte 75 (2002), S. 285–289.


Zitierempfehlung: Fürst, Mauritius, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 20.10.2016, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/F%C3%BCrst,_Mauritius

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