Hauthaler, Willibald: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Version vom 2. März 2008, 15:11 Uhr

Willibald Hauthaler OSB (1843–1922), Benediktiner und 82. Abt von St. Peter in Salzburg; Historiker.

Taufname: Kaspar; * 5. Jan. 1843 (Heimbach b. Nußdorf, Flachgau); † 10. Dez. 1922 (Salzburg); E.: 1862; Abbas: el. 1901.

Leben

Hauthaler war Schüler am fürsterzbischöflichen Privatgymnasium Borromäum in Salzburg und trat 1862 in das Erzstift St. Peter ein. Von 1866 bis 1869 studierte er in Salzburg Theologie und von 1872 bis 1874 an der Universität Innsbruck bei J. Ficker und K.F. Stumpf-Brentano Geschichte und Geographie.

1875 wurde er Lehrer am Borromäum, 1879 wurde er Direktor des Gymnasiums. 1889 legte er die Schulleitung nieder, blieb aber Lehrer und übernahm nach dem frühen und plötzlichen Tod seines Nachfolgers Balthasar Vogl 1897 erneut den Posten des Direktors. Seit 1899 war er Mitglied des k.k. Landesschulrates.

1901 wurde er zum 82. Abt des Stiftes gewählt. Zugleich war er bis zu seinem Tod auch Präses der Benediktinerkongregation v. hl. Joseph.

Hauthaler war schon früh an historischen Themen interessiert. In zahlreichen Publikationen beschäftigte sich vor allem mit der Herausgabe von Quellen zur Salzburger Landesgeschichte. Er war der Begründer und erste Bearbeiter des Salzburger Urkundenbuchs.

Veröffentlichungen

  • Johann Stainhauser, Das Leben, Regierung und Wandel des Hochwürdigisten in Gott Fürsten u. Herrn Herrn Wolff Dietrichen, gewesten Erzbischoven zu Salzburg, etc., etc. In: MGSL 13, 1873, 3-140
  • Die Salzburger Traditionscodices des X. und XI. Jahrhunderts. (1882)
  • Urbar des Benediktinen-Stiftes Nonnberg. (1883)
  • Der Mondseer Codex Traditionum. (1885)
  • Libellus decimationis de anno 1285. (1887)
  • Aus den Vatikanischen Registern. (1887)
  • Notae Seccovienses. (1893)
  • Ein Registerbuch aus dem 14. Jahrhundert. (1893)
  • Die große Briefhandschrift zu Hannover. (1894)
  • Cardinal Matthäus Lang und die religiös-sociale Bewegung seiner Zeit (1517–1540). (1895/96)
  • Salzburger Urkundenbuch. 1. Band (1995–1910)
  • Die Nonnberger Rotel von 1509. (1899)
  • etc.

Literatur

  • ÖBL 1815–1950, Bd. 2 (Lfg. 8), S. 223