Vogel, Bonifaz: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 18. September 2011, 14:59 Uhr

Bonifaz Vogel OSB

Bonifaz Vogel

3. Abt von Münsterschwarzach 1959–1982

* 1. Mai 1912 Rehau
† 1. Aug. 2004

Abt Bonifaz Vogel wurde 1912 in Rehau, Landkreis Donau-Ries, im Bistum Eichstätt geboren und auf den Namen seines Onkels Placidus Vogel, des späteren Wiederbegründers der Abtei Münsterschwarzach, getauft. Er besuchte das Internat des Klosters und trat nach dem Abitur 1932 in Würzburg in den Benediktinerorden ein. 1933 legte er seine Erstprofess ab, studierte in Rom Philosophie und in Würzburg Theologie. Am 13. März 1938 wurde er zum Priester geweiht. Nach Abschluss des Theologiestudiums war er zunächst als zweiter Gastpater eingesetzt. Weil viele Mönche zum Kriegsdienst eingezogen wurden, versetzte die Klosterleitung Vogel in die Missionsprokura, wo er sich um die Korrespondenz kümmerte.

Nach der Aufhebung der Abtei durch die Nationalsozialisten im Mai 1941 und der anschließenden vierwöchigen Internierung im Franziskanerkloster auf dem Kreuzberg war Vogel bis zum Kriegsende als Seelsorger in Nordheim/Rhön tätig. Nach der Rückkehr der Mönche nach Münsterschwarzach ernannte ihn Abt Burkard Utz 1946 zum Prior der Abtei. 14 Jahre bekleidete er dieses Amt. Am Gymnasium des Klosters war er als Lehrer tätig, vor allem für Englisch. Nach der Resignation Burkhards wählte der Konvent den damals 47-jährigen Prior Bonifaz Vogel am 12. Juni 1959 zum 68. Abt. Die Abtsweihe erteilte ihm am 11. Juli 1959, dem Fest des Heiligen Benedikt, Bischof Josef Stangl von Würzburg. Als Wahlspruch wählte er »in bonitate et justitia – In Güte und Gerechtigkeit«.

Die Amtszeit Vogels war vom inneren und äußeren Aufbau geprägt. 1964 erreichte der Personalstand der Abtei mit über 400 Mönchen, davon mehr als ein Drittel in der Mission, seinen Höhepunkt. Abhängige Häuser wurden in Krandorf (Oberpfalz) und Kemphausen-Damme (Oldenburg) gegründet. Die kleine sechsklassige Internatsschule der Abtei wurde zu einem Vollgymnasium ausgebaut, nachdem Mitte der 60er Jahre die gesamte Schul- und Internatsanlage neu erstellt worden war.

Unter Abt Bonifaz wurde das erneuerte deutsche Chorgebet erarbeitet und eingeführt, das die bislang getrennten Chöre der Patres und Brüder zum gemeinsamen Gotteslob zusammenführte. Von Weitblick zeugt die Großzügigkeit, mit der er junge Mitbrüder zu weitergehenden Studien freistellte. Das schmälerte nicht seine Sorge für die Missionsarbeit. Als erster Assistenzabt und damit Vertreter des Erzabtes von Sankt Ottilien in dessen Funktion als Präses der Missionsbenediktinerkongregation wirkte Abt Bonifaz viele Jahre bis zu seiner Resignation und nahm die Strapazen von Visitationsreisen – vor allem nach Afrika und Asien – auf sich.

Am 1. Oktober 1982 legte Vogel im Alter von 70 Jahren sein Amt nieder. Bis 1994 hielt er zahlreiche Exerzitienkurse für Schwestern, half in der Seelsorge in den umliegenden Ortschaften aus und hielt gelegentlich Firmungen.

Altabt Bonifaz starb am 1. August 2004 und wurde am 6. August in der Bonifatiuskapelle der Abteikirche beigesetzt.


D:

Placidus; * 1. Mai 1912 (Rehau); † 1. Aug. 2004; Prof.: (e) 1933; Sac.: 13. März 1938; Abbas: el. 12. Juni 1959, ben; 11. Juli 1959 (Bf. Josef Stangl), res. 1. Okt. 1982; Dev.: In bonitate et justitia – In Güte und Gerechtigkeit.

Q:

Nachruf

A:

Bayerischer Verdienstorden (8. Juni 1972).

Normdaten:

GND: 128435569

Zitierempfehlung: Vogel, Bonifaz, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 18.09.2011, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Vogel,_Bonifaz


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