Brockard, Gallus

Aus Biographia Benedictina

Gallus Brockard OSB

Gallus Brockard

Abt des Klosters Michelsberg in Bamberg 1759–1799

* 08. Juni 1724 Bamberg
† 30. April 1799

Gallus Brockard, Profess 25. März 1744, Priesterweihe 1750, studierte die Rechte an der Universität Bamberg; wurde dann Vizekanzleidirektor im Stift und als solcher mit der Bearbeitung komplizierter Rechtsangelegenheiten betraut; er ordnete das Klosterarchiv und fand dabei das längst verloren geglaubte Original der Stiftungsurkunde von Kaiser Heinrich II. wieder. Als Abt Ludwig Dietz sich vor den preußischen Truppen in Sicherheit brachte, übertrug er Brockard die Führung der Abtei (1758/59) und empfahl ihn auf dem Sterbebett als Nachfolger. Am 11. Dez. 1759 wurde Brockard zum Abt gewählt und am 19. März 1760 benediziert.

Abt Brockard ließ das Innere der Abteikirche erneuern und die Amtshöfe in Gremsdorf und Rattelsdorf neu erbauen, hinterließ bei seinem Tod aber hohe Schulden.

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Lindner, August: Die Schriftsteller und die um Wissenschaft und Kunst verdienten Mitglieder des Benediktinerordens im heutigen Königreich Bayern. Regensburg, 1880, S. 189–190.


Zitierempfehlung: Brockard, Gallus, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 21.10.2011, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Brockard,_Gallus

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