Forster, Edeltraud

Aus Biographia Benedictina

Edeltraud Forster OSB

Edeltraud Forster

Äbtissin der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen 1978–1998

* 09. Nov. 1922 Bottrop

Edeltraud Forster, Taufname Mathilde, stammt aus Bottrop im Ruhrgebiet. Nach dem Krieg und einem Notabitur in Gladbeck arbeitete sie als Rot-Kreuz-Schwester, pflegte Schwerverletzte, erlebte Geburten mit und begleitete Sterbende. Danach studierte sie in Münster Theologie und Sozialwissenschaften. 1949 trat sie in die Abtei St. Hildegard ein. Viereinhalb Jahre später legte sie ihre Profess ab. Nach verschiedenen Diensten und Aufgaben (Elektrikerin, Waschfrau, Zahnarzthelferin, Gastschwester) wurde sie 1961 Novizenmeisterin. Viele Jahre lang bildete sie auch den Ordensnachwuchs der Bayerischen Benediktinerklöster aus. Dazu kamen unzählige geistliche Vorträge und Konferenzen. 1978. Am 17. August 1978 wurde sie zur Äbtissin gewählt und am 15. September 1978 durch Bischof Dr. Wilhelm Kempf von Limburg benediziert.

Ein Höhepunkt ihrer Zeit als Äbtissin war die Gründung des Benediktinerinnenklosters Marienrode in Hildesheim mit zehn Schwestern aus Eibingen am 5. Mai 1988. Mehr als 50 Mal musste sie zwischen dem Rheingau und Hildesheim hin- und herpendeln. Am 5. Mai 1998 wurde Marienrode selbstständiges Priorat. Zweimal versuchte Edeltraud Forster vergeblich, in Rom die Heiligsprechung Hildegards von Bingen und ihre Ernennung zur Kirchenlehrerin zu erreichen. 1992 wurde sie Mitglied der Bayerischen Benediktinerakademie.

Am 21. September 1998, nach Abschluss des Jubiläumsjahres zum 900. Geburtstag der hl. Hildegard von Bingen, trat Äbtissin Edeltraud Forster aus Altersgründen von ihrem Amt zurück, war aber noch lange in der geistlichen Begleitung von Menschen aller Generationen tätig. Heute lebt sie im Ruhestand in der Abtei St. Hildegard.

gge


D:

Prof.: 1951; Abbatissa: el.17. Aug. 1978, ben. 15. Sep. 1978, res. 21. Sep. 1998.

W:

Hildegard von Bingen : Prophetin durch die Zeiten ; zum 900. Geburtstag / hrsg. von Äbtissin Edeltraud Forster. Freiburg i. Br. [u.a.]: Herder, 1997.

Q:

Bistum Limburg · Abtei St. Hildegard


Zitierempfehlung: Forster, Edeltraud, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 12.11.2016, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Forster,_Edeltraud

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