Griebling, Ambros

Aus Biographia Benedictina

Ambros Griebling OSB

Ambros Griebling

1966–1968 Abtkoadjutor, 1968–1978 Abt des Stiftes Altenburg

* 1906
† 18. Feb. 2003 Altenburg

1931 zum Priester geweiht, wirkte Griebling als Präfekt im damaligen Juvenat und als Magister für die Kleriker. Zugleich wurde er 1951 Subprior, Waldmeister und Katechet an der Volksschule in Altenburg. Nach wenigen Jahren als Prior wurde P. Ambros am 9. Februar 1966 zum Abtkoadjutor mit dem Recht der Nachfolge gewählt. Der Abtsbenediktion und der Eucharistiefeier mit erstem Volksaltar stand am 19. März 1966 Diözesanbischof Dr. Franz Zak vor. Nach dem Tod von Abt Maurus Knappek 1968 leitete Ambros Griebling bis 1978 das Kloster als Abt.

Abt Ambros bemühte sich vor allem um die Umsetzung der Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils – darunter die Öffnung der Stundenliturgie für alle interessierten Beter und die Einführung der deutschen Sprache als Liturgiesprache. In diese Zeit fiel auch unter der tatkräftigen Mithilfe von P. Gregor Schweighofer die letzte Gesamt-Außenrenovierung des barocken Klostergebäudes und die Landesausstellung »Groteskes Barock« 1975 in der neurestaurierten Krypta und der Sala terrena des Kaisertraktes.

Im Jänner 1978 legte Abt Ambros die Aufgabe des klösterlichen Vorstehers in die Hände seines Nachfolgers Bernhard Naber.

Griebling erhielt viele Auszeichnungen, darunter das Goldene Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich und die Silberne Plakette vom Ministerium für Kunst und Wissenschaft für Verdienste um den Denkmalschutz.

Griebling starb im Februar 2003 im 76. Professjahr in aller Stille in seiner Zelle. Er war zu diesem Zeitpunkt der älteste Benediktinerabt der Welt. Am 24. Februar 2003 wurde er in der Gruft am Konventfriedhof bestattet.

gge


D:

Abbas: el. 9. Feb. 1966, ben. 19. März 1966.

L:

Groiß, Albert: Abt Ambros Griebling – ältester Benediktinerabt der Welt verstorben [1 Abb.], in: Das Waldviertel 52,1 (2003), S. 78–79 [Nachruf].


Zitierempfehlung: Griebling, Ambros, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 5.2.2017, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Griebling,_Ambros

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