Schneider, Ancilla

Aus Biographia Benedictina

Ancilla Schneider OSB

Ancilla Schneider

89. Äbtissin des Benediktinerinnenstifts Nonnberg in Salzburg 1965–1976

* 14. Nov. 1905 Sachsenkam, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen, Oberbayern
† 16. Aug. 1976 Salzburg

Maria Ancilla Fidelis Schneider, Taufname Pauline, geboren am 14. November 1905 in Sachsenkam in Oberbayern, studierte Orgel. Kirchenmusik und Klavier an der Akademie der Tonkunst in München. Ins Kloster Nonnberg eingetreten (Profess 25. Mär 1930), war sie dort Organistin, Kantorin, Zeremoniarin, Grafikerin und Novizenmeisterin und wurde am 24. Februar 1965 als Nachfolgerin von Erentrudis Steidl zur Äbtissin gewählt und am 25. März benediziert. In ihre Zeit fielen die Umgestaltungen infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils.

Ancilla Schneider war eine begabte Musikerin und Komponistin geistlicher Musik. Von ihr stammen über 200 Liedkompositionen und über 100 Orgelbegleitungen. Als Grafikerin gestaltete sie 50 Spruchkarten und drei Gebrauchsbücher. Für die klösterliche Liturgie erarbeitete sie aus alten Antiphonarien ein Offizium zum Fest der Taufe Jesu, ein Cantuale (als Ergänzung zum neuen Graduale) und die Antiphonenverteilung nach der Liturgiereform.

Sie starb am 16. August 1976. Ihre Nachfolgerin wurde Maria Laurentia Fritz.

gge


D:

Prof.: 25. März 1930: Abbatissa: el. 24. Feb. 1965, ben. 25. März 1965.

W:

Mehrere Liedkompositionen im Kirchenmusikverlag Krinner, Salzburg, 1933–1934 · Spruchkarten im Verlag Kiesel, 1960 und 1968.

L:

Bibliographie der deutschsprachigen Benediktiner 1880–1980. St. Ottilien : EOS, 1985–1987.


Zitierempfehlung: Schneider, Ancilla, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 23.11.2016, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Schneider,_Ancilla

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