Sinnhuber, Edmund

Aus Biographia Benedictina

Edmund Sinnhuber OSB

Edmund Sinnhuber

Abt des Stiftes St. Peter in Salzburg 1673–1702

* 13. April 1631 Riedenburg bei Mülln, Salzburg
† 21. Mai 1702 Salzburg

Edmund Sinnhuber, oder Sinhuber, war der Sohn eines Drahtziehers und kam durch die Vermittlung des Müllner Kustos zum Gymnasialstudium nach Salzburg. Eingekleidet am 22. Nov. 1652, Profess 23, Nov. 1653, Primiz 23. Mai 1655, dann Gehilfe des Pfarrverwalters in Wieting (Nov. 1656 bis Juni 1657), Cellerar (Ökonom) und Präfekt des Weinkellers in St. Peter (1657–1666), Administrator in Wieting bis Nov. 1666 und Prior, 17. Nov. 1666; zum Abt gewählt am 3. Okt. 1673.

Abt Edmund ließ in St. Peter die baufällig gewordenen, ohne architektonischen Plan errichteten äußeren Gebäude um den Stiftshof abreißen und zusammen mit dem Gästetrakt neu errichten. Der Stiftshof erhielt dadurch eine regelmäßige Form. Auch eine neue Prälatur ließ er bauen. Auf dem Mönchsberg ließ er 1696 die Edmundsburg als Sommersitz errichten. Er stellte das zerstörte Dornbach wieder her und kaufte den Hof Mühlbach mit zwei dazugehörigen Prädien (Landgütern). Am 6. Mai 1696 legte Edmund Sinnhuber den Grundstein für den Bau der Kollegienkirche (Universitätskirche) in der Salzburger Altstadt.

Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein ernannte ihn zum Visitator der vier Nonnenklöster seiner Diözese: Nonnberg, Gossen in Steiermark, Längsee in Kärnten und Chiemsee.

Begraben in der Stiftskirche St. Peter.

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L:

Becziczka, Ambros: Topographie des Erzherzogthums Oesterreich, Bd. 10: Das Erzbistum Salzburg. Wien: Benedikt, [1829], S. 291–299 · Lindner, Pirmin: Professbuch der Benediktiner-Abtei St. Peter in Salzburg (1419–1856), Salzburg 1906; S. 69.


Zitierempfehlung: Sinnhuber, Edmund, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 23.10.2011, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Sinnhuber,_Edmund

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