Winiker, Pankraz

Aus Biographia Benedictina

Pankraz Winiker OSB

Pankraz Winiker

64. Abt der Benediktinerabtei Disentis 1988–2000; Abtpräses der schweizerischen Benediktinerkongregation 1991–1997

* 16. Dez. 1925 Beromünster, Kt. Luzern
† 25. Okt. 2013 Disentis, Kt. Graubünden

Abt Pankraz Winiker, Taufname Josef, wurde am 16. Dezember 1925 als Bürger von Triengen in Beromünster geboren, die Eltern betrieben später eine Tuchhandlung in Hitzkirch. Die ersten vier Gymnasialjahre besuchte er in Beromünster, die weiteren an der Klosterschule Disentis. Auf die Matura 1947 folgte das Theologiestudium im Priesterseminar Luzern, dann der Wechsel in das Noviziat des Klosters Disentis.

Mit der Profess am 29. September 1947 erhielt Winiker den Ordensnamen Pankratius. Nach dem Studium der Haustheologie erfolgte 1951 die Priesterweihe durch den Churer Diözesanbischof Christianus Caminada. Nach der Priesterweihe unterrichtete er Mathematik und Geografie an der Klosterschule. Viele Jahre führte er geologische Expeditionen auf dem Lukmanierpass. Seine große Leidenschaft galt der Musik. Zunächst erteilte er Violinunterricht und übernahm 1970 die Aufgabe des Chorleiters und Musikdirektors, die er bis zum Ende des Schuljahres 1990 ausübte. Durch die jährlichen Konzerte wurde der Chor zu einem wichtigen Aushängeschild des Gymnasiums. Im Kloster wurde Pankraz Winiker Choralmagister. In mehreren Frauenklöstern erteilte er Choralkurse. Außerdem übernahm er im Kloster wichtige Leitungsämter, wurde 1972 Subprior, 1985 Novizenmeister und am 15. April 1988 zum 64. Abt des Klosters Disentis gewählt. Die Benediktion erteilte ihm am 11. Juni 1988 Bischof Johannes Vonderach. Von 1991 bis 1997 war Winiker als erster Disentiser Abtpräses der Schweizer Benediktinerkongregation.

Mit Erreichen des 75. Lebensjahres am 16. Dezember 2000 reichte er die Resignation ein. Von Oktober 2001 bis Ende April 2002 war er in der Jerusalemer Dormitio-Abtei (Hagia Maria Sion) in der Novizenausbildung tätig. Nach Disentis zurückgekehrt, übernahm er dort Aufgaben im Kloster und im Bistum, wie etwa Firmungen in den Pfarreien der Surselva.

gge


D:

Prof.: 29. Sep. 1947; Sac.: 12. Mai 1951; Abbas: el. 15. April 1988, ben. 11. Juni 1988, res. 18. Dez. 2000; Dev.: Pax et gaudium ( Friede und Freude).

W:

Das Landschaftsbild der Cadi. Terra Grischuna 28 (1969) 227–230. · P. Placidus a Spescha und die Greina, in: B.C. Thurston (Hg.): Greina. Wildes Bergland. Disentis 1973, 93–99.

Q:

Pfarreiblatt Hitzkirch v. 5. Mai 2011. · „Es sind gefreute Jahre gewesen“ Interview mit Abt Pankraz Winiker, in: Die Südostschweiz, 16. Dezember 2000, S. 5. · Bibliographie der deutschsprachigen Benediktiner 1880–1980. St. Ottilien : EOS, 1985–1987 · Nachruf.


Zitierempfehlung: Winiker, Pankraz, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 30.10.2013, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Winiker,_Pankraz

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