Bastres, Augustin: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Jean Bastres wurde 1832 in St. Pée in der Diözese Bayonne geboren und am 18. März 1832 getauft. Am 4. Juni 1855 zum Priester geweiht, war er dann als Diözesan-Missionar in Hasparren tätig. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg, den er als freiwilliger Feldkaplan mitgemacht hatte, trat er gemeinsam mit einigen weiteren Basken in die von [[Muard, Jean-Baptiste]] gegründete Abtei Pierre-qui-vire ein, um dort das Noviziat zu absolvieren (Einkleidung 20. Nov. 1872).
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Jean Bastres wurde 1832 in St. Pée in der Diözese Bayonne geboren und am 18. März 1832 getauft. Am 2. Juni 1855 zum Priester geweiht, war er dann als Diözesan-Missionar in Hasparren tätig. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg, den er als freiwilliger Feldkaplan mitgemacht hatte, trat er gemeinsam mit einigen weiteren Basken in die von [[Muard, Jean-Baptiste|Jean-Baptiste Muard]] gegründete Abtei Pierre-qui-vire ein, um dort das Noviziat zu absolvieren (Einkleidung 20. Nov. 1872).
  
 
1875 kehrte er mit drei Gefährten in die Diözese Bayonne zurück und gründete in Urt das Kloster ''Notre-Dame de Belloc''. Am 21. November 1877 legten sie dort die feierliche Profess ab. Im selben Jahr wurde Belloc zum Priorat erhoben. Nach dem plötzlichen Tod des Gründungspriors Dom Marian (7. März 1887) wurde Dom Augustin zum Prior gewählt (April 1887).
 
1875 kehrte er mit drei Gefährten in die Diözese Bayonne zurück und gründete in Urt das Kloster ''Notre-Dame de Belloc''. Am 21. November 1877 legten sie dort die feierliche Profess ab. Im selben Jahr wurde Belloc zum Priorat erhoben. Nach dem plötzlichen Tod des Gründungspriors Dom Marian (7. März 1887) wurde Dom Augustin zum Prior gewählt (April 1887).
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Aktuelle Version vom 7. Oktober 2011, 20:47 Uhr

Augustin Bastres OSB

Augustin Bastres

Gründerabt von Belloc 1890–1904

* 18. März 1832 St. Pée, Diöz. Bayonne
07. März 1904 Idiazabal, Spanien

Jean Bastres wurde 1832 in St. Pée in der Diözese Bayonne geboren und am 18. März 1832 getauft. Am 2. Juni 1855 zum Priester geweiht, war er dann als Diözesan-Missionar in Hasparren tätig. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg, den er als freiwilliger Feldkaplan mitgemacht hatte, trat er gemeinsam mit einigen weiteren Basken in die von Jean-Baptiste Muard gegründete Abtei Pierre-qui-vire ein, um dort das Noviziat zu absolvieren (Einkleidung 20. Nov. 1872).

1875 kehrte er mit drei Gefährten in die Diözese Bayonne zurück und gründete in Urt das Kloster Notre-Dame de Belloc. Am 21. November 1877 legten sie dort die feierliche Profess ab. Im selben Jahr wurde Belloc zum Priorat erhoben. Nach dem plötzlichen Tod des Gründungspriors Dom Marian (7. März 1887) wurde Dom Augustin zum Prior gewählt (April 1887).

1890, die Zahl der Mönche war inzwischen auf rund 120 angestiegen und es waren schon 15 davon als Missionare in die Vereinigten Staaten entsandt worden, erhob das Generalkapitel der Kongregation von Subiaco Belloc zur Abtei und Dom Augustin Bastres wurde einstimmig zum Abt gewählt. Am 27. August 1890 empfing er im zu diesem Zweck mit Segeltuch überdachten Klosterhof die Benediktion. Wahlspruch: Opus dei et opus manum.

Von Belloc aus wurden weitere Niederlassungen gegründet, u.a. das Asyl von St.-Louis und die landwirtschaftliche Lehranstalt in Pau. Auch gingen einige Mönche als Missionare nach Argentinien und in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Augustin Bastres starb 1904 im spanischen Exil, wohin er wegen der klosterfeindlichen Politik der französischen Regierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts geflohen war.

gge


D:

Vest.: 20. Nov. 1872; Prof.: 12. Juli 1874, 21. Npv. 1877; Sac.: 2. Juni 1855; Abbas: ben. 27. Aug. 1890.

L:

Darricau, Ildefonse: Une Ame simple et droite: ‎Le Père Augustin Bastres, Fondateur de Belloc 1832–1904. Urt: Ezkila, 1963. · StMBO 11 (1890) 651–657 (Godehard Heigl) · StMBO 25 (1904) 914–915.


Zitierempfehlung: Bastres, Augustin, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 7.10.2011, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Bastres,_Augustin

Vorlage:Page.name: BASTRES, Augustin (Jean) OSB (1832–1904) – Biographia Benedictina