Faust, Ulrich: Unterschied zwischen den Versionen

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Ulrich Faust, Taufname Jürgen, geboren am 23. August 1935 im heute zu Hamburg gehörenden Harburg-Wilhelmsburg, legte 1956 seine feierliche Profess in der Benediktinerabtei Ottobeuren ab. Nach seinen Studien der Philosophie, Theologie, Deutsch und Geschichte in Salzburg, Rom, München und Tübingen, wurde er 1960 zum Priester geweiht, 1962 zum Doktor der Theologie und 1976 zum Doktor der Philosophie promoviert.
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Ulrich Faust, Taufname Jürgen, geboren am 23. August 1935 im heute zu Hamburg gehörenden Harburg-Wilhelmsburg, legte 1956 seine feierliche Profess in der Benediktinerabtei Ottobeuren ab. Nach seinen Studien der Philosophie, Theologie, Deutsch, Geschichte und Kirchengeschichte in Salzburg, Rom, München und Tübingen, wurde er 1960 zum Priester geweiht, 1962 in Rom zum Doktor der Theologie und 1976 in Salzburg zum Doktor der Philosophie promoviert.
  
 
Er war Lehrer an den Gymnasien in Hechingen, Calw und Ottobeuren und lehrte von 1981 bis 1983 an der Universität Salzburg. Die Habilitation im Fachbereich Allgemeine Kirchengeschichte erlangte er 1983 an der Universität Graz, wo er bis 1987 als Dozent wirkte. Ebenso lehrte er am Hildesheimer Priesterseminar.  
 
Er war Lehrer an den Gymnasien in Hechingen, Calw und Ottobeuren und lehrte von 1981 bis 1983 an der Universität Salzburg. Die Habilitation im Fachbereich Allgemeine Kirchengeschichte erlangte er 1983 an der Universität Graz, wo er bis 1987 als Dozent wirkte. Ebenso lehrte er am Hildesheimer Priesterseminar.  
  
Fausts Forschungsschwerpunkt war die Geschichte des Benediktinerordens. Er wurde 1971 Mitglied der Bayerischen Benediktinerakademie und wirkte von 1986 bis 2014 als Hauptschriftleiter maßgeblich bei der Herausgabe der Buchreihe ''Germania Benedictina'' mit. Von 1988 bis 2014 war er Dekan der Historischen Sektion der Benediktinerakademie. Er war von 1991 bis 2014 Hauptschriftleiter der Zeitschrift ''Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige''. Beginnend 1987 leitete er die Abteilung Geschichte des Mönchtums und Patrologie am Internationalen Forschungszentrum in Salzburg. Seit 2000 war er Mitglied der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft. In Ottobeuren war er Bibliothekar der berühmten Klosterbibliothek.  
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Fausts Forschungsschwerpunkt war die Geschichte des Benediktinerordens. Er wurde 1971 Mitglied der Bayerischen Benediktinerakademie und wirkte von 1986 bis 2014 als Hauptschriftleiter maßgeblich bei der Herausgabe der Buchreihe ''Germania Benedictina'' mit. Von 1988 bis 2014 war er Dekan der Historischen Sektion der Benediktinerakademie. Er war von 1991 bis 2014 Hauptschriftleiter der Zeitschrift ''Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige''. Beginnend 1987 leitete er die Abteilung Geschichte des Mönchtums und Patrologie am Internationalen Forschungszentrum in Salzburg. Seit 2000 war er Mitglied der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft. In Ottobeuren war er Bibliothekar der berühmten Klosterbibliothek. 2010 ließ die Stabilitas von Ottobeuren auf die Abtei Marienberg in Südtirol übertragen und war dort wesentlich am Bau einer neuen Klosterbibliothek beteiligt.
 
 
2010 ließ die Stabilitas von Ottobeuren auf die Abtei Marienberg in Südtirol übertragen und war dort wesentlich am Bau einer neuen Klosterbibliothek beteiligt.
 
  
 
Er starb am Morgen des 8. Oktober 2019 nach langer Krankheit in Marienberg und wurde am 12. Oktober auf dem Marienberger Klosterfriedhof St. Stephan bestattet.
 
Er starb am Morgen des 8. Oktober 2019 nach langer Krankheit in Marienberg und wurde am 12. Oktober auf dem Marienberger Klosterfriedhof St. Stephan bestattet.

Aktuelle Version vom 9. Oktober 2019, 15:05 Uhr

Ulrich Faust OSB

Ulrich Faust

Kirchenhistoriker; Hauptschriftleiter der Germania Benedictia

* 23. Aug. 1935 Harburg-Wilhelmsburg
† 8. Okt.r 2019 Mals, Oberer Vinschgau, Südtirol

Ulrich Faust, Taufname Jürgen, geboren am 23. August 1935 im heute zu Hamburg gehörenden Harburg-Wilhelmsburg, legte 1956 seine feierliche Profess in der Benediktinerabtei Ottobeuren ab. Nach seinen Studien der Philosophie, Theologie, Deutsch, Geschichte und Kirchengeschichte in Salzburg, Rom, München und Tübingen, wurde er 1960 zum Priester geweiht, 1962 in Rom zum Doktor der Theologie und 1976 in Salzburg zum Doktor der Philosophie promoviert.

Er war Lehrer an den Gymnasien in Hechingen, Calw und Ottobeuren und lehrte von 1981 bis 1983 an der Universität Salzburg. Die Habilitation im Fachbereich Allgemeine Kirchengeschichte erlangte er 1983 an der Universität Graz, wo er bis 1987 als Dozent wirkte. Ebenso lehrte er am Hildesheimer Priesterseminar.

Fausts Forschungsschwerpunkt war die Geschichte des Benediktinerordens. Er wurde 1971 Mitglied der Bayerischen Benediktinerakademie und wirkte von 1986 bis 2014 als Hauptschriftleiter maßgeblich bei der Herausgabe der Buchreihe Germania Benedictina mit. Von 1988 bis 2014 war er Dekan der Historischen Sektion der Benediktinerakademie. Er war von 1991 bis 2014 Hauptschriftleiter der Zeitschrift Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Beginnend 1987 leitete er die Abteilung Geschichte des Mönchtums und Patrologie am Internationalen Forschungszentrum in Salzburg. Seit 2000 war er Mitglied der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft. In Ottobeuren war er Bibliothekar der berühmten Klosterbibliothek. 2010 ließ die Stabilitas von Ottobeuren auf die Abtei Marienberg in Südtirol übertragen und war dort wesentlich am Bau einer neuen Klosterbibliothek beteiligt.

Er starb am Morgen des 8. Oktober 2019 nach langer Krankheit in Marienberg und wurde am 12. Oktober auf dem Marienberger Klosterfriedhof St. Stephan bestattet.

gge, Okt. 2019


D:

Prof.: 1. Mai 1956; Sac.: 17. Juli 1960.

L:

Parte · Bibliographie der deutschsprachigen Benediktiner 1880-1980. St. Ottilien: EOS, 1985–1987. (Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige ; 29. Ergänzungsband, I-II).

Normdaten:

GND: 133049833

Zitierempfehlung: Faust, Ulrich, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 9.10.2019, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Faust,_Ulrich

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