Leith, Gallus: Unterschied zwischen den Versionen

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Gallus Leith, Taufname ''Robert'', kam als Elfjähriger an das Seminar der Schottenabtei in Regensburg, trat 1725 in das Kloster ein und legte am 29. Sep. 1726 Profess ab. Er studierte Philosophie in Erfurt und Theologien in Regensburg; 1732 wurde er Priester, kam dann als Kaplan nach Nonnberg und hörte zugleich kirchenrechtliche Vorlesungen an der Salzburger Universität. Nach St. Jakob zurückgekehrt, lehrte er Philosophie und Theologie und stand dem Schottenseminar als Präfekt vor. 1740 ging er als Missionar nach Schottland, war dort Beichtvater des Prinzen Charles Stuart (''Bonnie Prince Charlie''), begleitete diesen während des Jakobitenaufstands und wurde öfter in geheimer Mission nach London verwendet.
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Gallus Leith, Taufname Robert, kam als Elfjähriger an das Seminar der Schottenabtei in Regensburg, trat 1725 in das Kloster ein und legte am 29. Sep. 1726 Profess ab. Er studierte Philosophie in Erfurt und Theologien in Regensburg; 1732 wurde er Priester, kam dann als Kaplan nach Nonnberg und hörte zugleich kirchenrechtliche Vorlesungen an der Salzburger Universität. Nach St. Jakob zurückgekehrt, lehrte er Philosophie und Theologie und stand dem Schottenseminar als Präfekt vor. 1740 ging er als Missionar nach Schottland, war dort Beichtvater des Prinzen Charles Stuart (''Bonnie Prince Charlie''), begleitete diesen während des Jakobitenaufstands und wurde öfter in geheimer Mission nach London verwendet.
  
Nach der für die Stuarts unglücklichen Schlacht bei Culloden (27. April 1746) konnte er unerkannt nach London entkommen, musste dort aber die Hinrichtung seines Bruders mitansehen. Verkleidet als Bedienter des bayerischen Gesandtschaftssekretärs von Erdt gelangte er 1747 nach regensburg zurück, versuchte aber bald wieder zurück in seinen Pastorationsbezirk nach Schottland zu kommen. Bei der Überfahrt entdeckt, wurde er verhaftet und in London inhaftiert, nach einem halben Jahr jedoch wieder freigesetzt, unter der Bedingung, die Insel sofort zu verlassen. Er verließ London und ging für mehrere Jahre zuück zu seiner Herde, bis er am 2. Juni 1756 als Abt zurück nach Regensburg berufen wurde. Er starb am 18. Oktober 1775.
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Nach der für die Stuarts unglücklichen Schlacht bei Culloden (27. April 1746) konnte er unerkannt nach London entkommen, musste dort aber die Hinrichtung seines Bruders mitansehen. Verkleidet als Bedienter des bayerischen Gesandtschaftssekretärs von Erdt gelangte er 1747 nach Regensburg zurück, versuchte aber bald wieder zurück in seinen Pastorationsbezirk nach Schottland zu kommen. Bei der Überfahrt entdeckt, wurde er verhaftet und in London inhaftiert, nach einem halben Jahr jedoch wieder freigesetzt, unter der Bedingung, die Insel sofort zu verlassen. Er ging für mehrere Jahre zurück zu seiner Herde, bis er am 2. Juni 1756 als Abt nach Regensburg berufen wurde. Er starb am 18. Oktober 1775.
  
 
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Aktuelle Version vom 1. März 2017, 20:59 Uhr

Gallus Leith OSB

Gallus Leith

Abt des Schottenklosters St. Jakob in Regensburg 1756–1775; Theologieprofessor

* 31. Dez. 1709 Schottland
† 18. Okt. 1775 Regensburg

Gallus Leith, Taufname Robert, kam als Elfjähriger an das Seminar der Schottenabtei in Regensburg, trat 1725 in das Kloster ein und legte am 29. Sep. 1726 Profess ab. Er studierte Philosophie in Erfurt und Theologien in Regensburg; 1732 wurde er Priester, kam dann als Kaplan nach Nonnberg und hörte zugleich kirchenrechtliche Vorlesungen an der Salzburger Universität. Nach St. Jakob zurückgekehrt, lehrte er Philosophie und Theologie und stand dem Schottenseminar als Präfekt vor. 1740 ging er als Missionar nach Schottland, war dort Beichtvater des Prinzen Charles Stuart (Bonnie Prince Charlie), begleitete diesen während des Jakobitenaufstands und wurde öfter in geheimer Mission nach London verwendet.

Nach der für die Stuarts unglücklichen Schlacht bei Culloden (27. April 1746) konnte er unerkannt nach London entkommen, musste dort aber die Hinrichtung seines Bruders mitansehen. Verkleidet als Bedienter des bayerischen Gesandtschaftssekretärs von Erdt gelangte er 1747 nach Regensburg zurück, versuchte aber bald wieder zurück in seinen Pastorationsbezirk nach Schottland zu kommen. Bei der Überfahrt entdeckt, wurde er verhaftet und in London inhaftiert, nach einem halben Jahr jedoch wieder freigesetzt, unter der Bedingung, die Insel sofort zu verlassen. Er ging für mehrere Jahre zurück zu seiner Herde, bis er am 2. Juni 1756 als Abt nach Regensburg berufen wurde. Er starb am 18. Oktober 1775.

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W:

Breviarium doctrinae Patrum. Pedeponti [Stadtamhof], 1740 · Conclusiones scholastico-positivae. Ratisbon [Regensburg], 1740.

L:

Lindner, August: Die Schriftsteller und die um Wissenschaft und Kunst verdienten Mitglieder des Benediktinerordens im heutigen Königreich Bayern. Regensburg, 1880, S. 236–237 · Buz, Erhard: Rede auf den Hintritt des Schottischen Prälaten zu St. Jakob in Regensburg Gallus v. Leith. [1775] · Die Totenrotelsammlung des Benediktinerklosters Ensdorf, Band 6. Provinzialbibliothek Amberg 2 Ms. 39(6, Ensdorf, 1770 bis 1779 [SAM-Hss 2 Ms. 39(6], Bl. 313r - 316v.


Zitierempfehlung: Leith, Gallus, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 1.03.2017, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Leith,_Gallus

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