Pamer, Stephan: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Alois Pamer wurde am 20. April 1909 auf Untermagfeld in Platt geboren. Er besuchte das Gymnasium in Meran und trat im Oktober 1927 in Marienberg ein. Nach dem Studium der Philosophie im Kloster und der Theologie in Rom (Sant’Anselmo) 1928–1932 wurde er am 24. September 1932 in Brixen zum Priester geweiht und feierte am folgenden Tag in Platt seine Primiz.
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Alois Pamer wurde am 20. April 1909 auf Untermagfeld, dem Heimathof der Familie Pamer in Platt, geboren. Er besuchte das Gymnasium in Meran und trat im Oktober 1927 in Marienberg ein. Nach dem Studium der Philosophie im Kloster und der Theologie in Rom (Sant’Anselmo) 1928–1932 wurde er am 24. September 1932 in Brixen zum Priester geweiht und feierte am folgenden Tag in Platt seine Primiz.
  
 
Nach der Priesterweihe war er v.a. in der Seelsorge tätig: als Kooperator in St. Martin und Burgeis, als Provisor in Burgeis und als Pfarrer in Platt und St. Martin. Von 1936 bis 1938 lehrte er Dogmatik am Marienberger Hausstudium. Am 7. Februar 1957 zum Abt gewählt, wurde er am 21. Februar von Dr. Joseph Gargitter, Bischof von Brixen, in der Abteikirche benediziert.
 
Nach der Priesterweihe war er v.a. in der Seelsorge tätig: als Kooperator in St. Martin und Burgeis, als Provisor in Burgeis und als Pfarrer in Platt und St. Martin. Von 1936 bis 1938 lehrte er Dogmatik am Marienberger Hausstudium. Am 7. Februar 1957 zum Abt gewählt, wurde er am 21. Februar von Dr. Joseph Gargitter, Bischof von Brixen, in der Abteikirche benediziert.
  
Der durch die seit den 60er Jahren zurückgehenden Neueintritte verursachte Personalmangel führte dazu, dass während Pamers Amtszeit die Betreuung der Pfarrei St. Martin und das Schülerheim ''Rediffianum'' in Meran aufgegeben werden musste. Im Kloster ließ Abt Stephan die Totengrüfte in der Krypta abbrechen und eine neue Begräbnisstätte für die Marienberger Mönche anlegen. Außerdem ließ er die über drei Jahrhunderte übermalten romanischen fresken freilegen und konservieren.
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Der durch die seit den 60er Jahren zurückgehenden Neueintritte verursachte Personalmangel führte dazu, dass während Pamers Amtszeit die Betreuung der Pfarrei St. Martin und das Schülerheim ''Rediffianum'' in Meran aufgegeben werden musste. Im Kloster ließ Abt Stephan 1980 die Totengrüfte in der Krypta abbrechen und eine neue Begräbnisstätte für die Marienberger Mönche anlegen. Dabei wurden die über drei Jahrhunderte verdeckten romanischen Fresken freigelegt und konserviert.
  
 
Am 14. Mai 1984 resignierte er und zog sich auf den klostereigenen Kottererhof in Gratsch bei Meran zurück. Von dort aus übernahm er Seelsorgsaushilfen, tat Dienst als Firmspender und hielt täglich die hl. Messe für die Klosterfrauen im nahegelegenen Martinsbrunn. Er starb am 24. September 2001 und wurde auf dem Klosterfriedhof St. Stephan beigesetzt.
 
Am 14. Mai 1984 resignierte er und zog sich auf den klostereigenen Kottererhof in Gratsch bei Meran zurück. Von dort aus übernahm er Seelsorgsaushilfen, tat Dienst als Firmspender und hielt täglich die hl. Messe für die Klosterfrauen im nahegelegenen Martinsbrunn. Er starb am 24. September 2001 und wurde auf dem Klosterfriedhof St. Stephan beigesetzt.

Aktuelle Version vom 21. November 2011, 18:36 Uhr

Stephan Pamer OSB

Stephan Pamer

Abt von Marienberg 1957–1984

* 20. April 1909 Platt, Passeier
† 24. Sep. 2001

Alois Pamer wurde am 20. April 1909 auf Untermagfeld, dem Heimathof der Familie Pamer in Platt, geboren. Er besuchte das Gymnasium in Meran und trat im Oktober 1927 in Marienberg ein. Nach dem Studium der Philosophie im Kloster und der Theologie in Rom (Sant’Anselmo) 1928–1932 wurde er am 24. September 1932 in Brixen zum Priester geweiht und feierte am folgenden Tag in Platt seine Primiz.

Nach der Priesterweihe war er v.a. in der Seelsorge tätig: als Kooperator in St. Martin und Burgeis, als Provisor in Burgeis und als Pfarrer in Platt und St. Martin. Von 1936 bis 1938 lehrte er Dogmatik am Marienberger Hausstudium. Am 7. Februar 1957 zum Abt gewählt, wurde er am 21. Februar von Dr. Joseph Gargitter, Bischof von Brixen, in der Abteikirche benediziert.

Der durch die seit den 60er Jahren zurückgehenden Neueintritte verursachte Personalmangel führte dazu, dass während Pamers Amtszeit die Betreuung der Pfarrei St. Martin und das Schülerheim Rediffianum in Meran aufgegeben werden musste. Im Kloster ließ Abt Stephan 1980 die Totengrüfte in der Krypta abbrechen und eine neue Begräbnisstätte für die Marienberger Mönche anlegen. Dabei wurden die über drei Jahrhunderte verdeckten romanischen Fresken freigelegt und konserviert.

Am 14. Mai 1984 resignierte er und zog sich auf den klostereigenen Kottererhof in Gratsch bei Meran zurück. Von dort aus übernahm er Seelsorgsaushilfen, tat Dienst als Firmspender und hielt täglich die hl. Messe für die Klosterfrauen im nahegelegenen Martinsbrunn. Er starb am 24. September 2001 und wurde auf dem Klosterfriedhof St. Stephan beigesetzt.

gge


D:

Vest.: Okt. 1927; Prof.: 18. Okt. 1928, 11. Jan. 1931; Sac.: 24. Sep. 1932; Abbas: el. 7. Feb. 1957, ben. 21. Feb. 1957, res. 14. Mai 1984.

Q:

HS III/1 871 · Pamer, Veit: Die Bauernhöfe auf Magfeld: Ein historischer Streifzug in Wort und Bild. Norderstedt, 2011. S. 29–31.


Zitierempfehlung: Pamer, Stephan, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 21.11.2011, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Pamer,_Stephan

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