Strohsacker, Hartmann: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 10. Juni 2013, 19:36 Uhr

Hartmann Strohsacker OSB

Hartmann Strohsacker

Abt von Göttweig 1930–1946

* 06. Juli 1870 Mauternbach, NÖ
† 12. März 1946 Göttweig

Hartmann (Augustinus) Strohsacker, ein Bauernsohn, wurde nach dem Theologiestudium in Göttweig 1893 zum Priester geweiht und nach einem weiteren Studium in Innsbruck 1897 zum Doktor der Theologie promoviert. Danach lehrte er Philosophie und Dogmatik am Hausstudium seiner Abtei, bis er 1899 als Dogmatikprofessor an die Benediktinerhochschule Sant’Anselmo in Rom berufen wurde. 1908 wurde er dort Rektor und Prior. 1913 nach Göttweig zurückgekehrt, übernahm er dort 1914 das Amt des Priors und 1925 die Pfarrstelle in Kilb, bis er 1930 zum Abt gewählt wurde.

Weegen seiner Lehrtätigkeit in Rom war Abt Hartmann hoch angesehen und übernahm bald auch Leitungsaufgaben (Assistenzabt) in der österreichischen Benediktinerkongregation, die er bereits während seiner Zeit in Rom als Prokurator vertreten hatte, und der ungarischen Kongregation (Visitator 1936–37).

1937 musste das Stift infolge der Weltwirtschaftskrise einige wertvolle Kunstgegenstände verkaufen. Der Leidensweg für Abt Hartmann und den Konvent begann aber erst nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1938, als am 21. März 1939 die Ausweisung der Mönche erfolgte und das Stift durch die Stadt Krems enteignet wurde. Strohsacker selbst wurde gemeinsam mit sechs weiteren Benediktinern unter dem Vorwurf, „sich staatsfeindlich geäußert und betätigt“ zu haben, am 21. April 1939 von der Gestapo verhaftet, am 28. April aber wieder freigelassen und mit dem Restkonvent in die Propstei Nalb bei Retz verwiesen, deren Bezirk er nicht verlassen durfte. Stift Göttweig wurde als nationalpolitische Erziehungsanstalt (Napola) und auch als Umsiedlerlager verwendet. 1945 quartierten sich für mehrere Wochen 3000 russische Soldaten im Klostergebäude ein. Abt Strohsacker konnte zwar noch die Rückkehr aus dem Exil in Unternalb erleben, starb aber schon 1946.

Nach Strohsackers Tod drohte dem völlig verwüsteten Kloster die Aufhebung, weil es mangels Eintritten und nach den zahlreichen Todesfällen in und nach den Kriegsjahren als nicht mehr lebensfähig angesehen wurde. Strohsackers 1949 gewählter Nachfolger Wilhelm Zedinek betrieb in den nächsten Jahren erfolgreich den Wiederaufbau des Stiftes.

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D:

Vest.: 12. Aug. 1888; Prof.: 15. Okt. 1889, 16. Okt. 1892; Sac.: 16. Juli 1893; Abbas: el. 11. Dez. 1930, ben. 15. Jan. 1931 (Bf. Memelauer); Dev.: Prodesse magis quam praesse.

L:

Lashofer, Professbuch Göttweig, 1983.


Zitierempfehlung: Strohsacker, Hartmann, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 10.06.2013, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Strohsacker,_Hartmann

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