Wolf, Placidus: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach seiner Rückkehr studierte er von 1946 bis 1951 alte und neue Sprachen in Graz (Lehrbefähigung für Deutsch, Englisch, Griechisch und Latein) und wurde ebenda mit einer Arbeit über den englischen Schriftsteller Samuel Butler zum Dr. phil promoviert. Nach der Lehramtsprüfung und einem längeren Aufenthalt in England war er in Seckau Lehrer am Stiftsgymnasium und Präfekt im Internat. Daneben war er zweieinhalb Jahre Seelsorger der bristischen Soldaten in Zeltweg, hielt Missionen und Exerzitien und war Hauptmitarbeiter der ''Seckauer Hefte''.
 
Nach seiner Rückkehr studierte er von 1946 bis 1951 alte und neue Sprachen in Graz (Lehrbefähigung für Deutsch, Englisch, Griechisch und Latein) und wurde ebenda mit einer Arbeit über den englischen Schriftsteller Samuel Butler zum Dr. phil promoviert. Nach der Lehramtsprüfung und einem längeren Aufenthalt in England war er in Seckau Lehrer am Stiftsgymnasium und Präfekt im Internat. Daneben war er zweieinhalb Jahre Seelsorger der bristischen Soldaten in Zeltweg, hielt Missionen und Exerzitien und war Hauptmitarbeiter der ''Seckauer Hefte''.
  
Nach dem Weggang des Abtes [[Reetz, Benedikt|Benedikt Reetz]], der zum Erzabt von Beuron gewählt worden war, wurde Wolf am 24. August 1957 zum Nachfolger gewählt und am 12. September feierlich benediziert. Er blieb bis Ende 1983 im Amt. In seiner Amtszeit wurden die von seinem Vorgänger begonnenen Aufbauarbeiten fortgesetzt. Das ehemalige Sommerrefektorium der Augustiner-Chorherren im Südflügel wurde zu Mönchszellen umgebaut und der Renaissance-Kreuzgang restauriert. 1958 wurden der weitläufige Arkadenhof und die Mariensäule (Pestsäule) restauriert, 1960 auch der 143 Meter lange Westflügel.
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Nach dem Weggang des Abtes [[Reetz, Benedikt|Benedikt Reetz]], der zum Erzabt von Beuron gewählt worden war, wurde Wolf am 24. August 1957 zum Nachfolger gewählt und am 12. September feierlich benediziert. Er blieb bis Ende 1983 im Amt. In seiner Amtszeit wurden die von seinem Vorgänger begonnenen Aufbauarbeiten fortgesetzt. Das ehemalige Sommerrefektorium der Augustiner-Chorherren im Südflügel wurde zu Mönchszellen umgebaut und der Renaissance-Kreuzgang restauriert. 1958 wurden der weitläufige Arkadenhof und die Mariensäule (Pestsäule) restauriert, 1960 auch der 143 Meter lange Westflügel. Für seine Verdienste als Abt von Seckau erhielt er das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark.
  
 
Er starb am am 23. Juli 1985.
 
Er starb am am 23. Juli 1985.

Version vom 1. April 2017, 08:42 Uhr

Placidus Wolf OSB

Placidus Wolf

5. Abt von Seckau 1957–1983

* 12. Aug. 1912 Breitenau am Hochlantsch, Steiermark
† 23. Juli 1985

Placidus Wolf, Taufname Johann, geboren am 12. August 1912 in St. Erhard in der Breitenau, besuchte das bischöfliche Gymnasium in Graz und studierte nach der Matura 1931 zwei semester Theologie in Graz. 1932 trat er in die Benediktinerabtei Seckau ein (Profess 13. Dezember 1933). Danach studierte er in Beuron und Rom (Sant’Anselmo), wo er ein Lizentiat in Philosophie erwarb. Am 1. August 1937 wurde er zum Priester geweiht. Im Zweiten Weltkrieg als Soldat eingezogen, kam er nach Russland, wo er Russisch lernte.

Nach seiner Rückkehr studierte er von 1946 bis 1951 alte und neue Sprachen in Graz (Lehrbefähigung für Deutsch, Englisch, Griechisch und Latein) und wurde ebenda mit einer Arbeit über den englischen Schriftsteller Samuel Butler zum Dr. phil promoviert. Nach der Lehramtsprüfung und einem längeren Aufenthalt in England war er in Seckau Lehrer am Stiftsgymnasium und Präfekt im Internat. Daneben war er zweieinhalb Jahre Seelsorger der bristischen Soldaten in Zeltweg, hielt Missionen und Exerzitien und war Hauptmitarbeiter der Seckauer Hefte.

Nach dem Weggang des Abtes Benedikt Reetz, der zum Erzabt von Beuron gewählt worden war, wurde Wolf am 24. August 1957 zum Nachfolger gewählt und am 12. September feierlich benediziert. Er blieb bis Ende 1983 im Amt. In seiner Amtszeit wurden die von seinem Vorgänger begonnenen Aufbauarbeiten fortgesetzt. Das ehemalige Sommerrefektorium der Augustiner-Chorherren im Südflügel wurde zu Mönchszellen umgebaut und der Renaissance-Kreuzgang restauriert. 1958 wurden der weitläufige Arkadenhof und die Mariensäule (Pestsäule) restauriert, 1960 auch der 143 Meter lange Westflügel. Für seine Verdienste als Abt von Seckau erhielt er das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

Er starb am am 23. Juli 1985.

gge


D:

Profess 13. Dez. 1933; Sac.: 1. Aug. 1937; Abbas: el. 24. August 1957, ben. 12. Sep. 1957, res. 31. Dez. 1983; Dev.: In medio vestrum.

W:

Zahlreiche Beiträge in den Seckauer Heften.

L:

Bibliographie der deutschsprachigen Benediktiner 1880–1980. St. Ottilien: EOS, 1985–1987 · Der neue Abt von Seckau Dr. Placidus Wolf OSB, in: Seckauer Hefte 20, 1957, Heft 3, S. 106/07 · Roth, Benno: Die Abtsweihe in der Seckauer Basilika, ebd., S. 107/08 · Redlich, Virgil: Weihe des neuen Abtes von Seckau Dr. Placidus Wolf OSB, in: Benediktinische Monatsschrift 33 (1957), S. 468.

Normdaten:

GND: 117445703

Zitierempfehlung: Wolf, Placidus, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 1.04.2017, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Wolf,_Placidus

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