Wolff, Odilo

Odilo Wolff OSB

Odilo Wolff

Prior der Abtei Emaus-Prag

* 18. Oktober 1849 Köln
† 22. Jan. 1928 Grüssau, Schlesien

Odilo Wolff, Taufname Karl, aus Köln, trat als einer der ersten Novizen in die Benediktinerabtei Beuron ein, wo er am 8. September 1872 die Profess ablegte. Nach dem Theologiestudium in Münster, Mainz und Beuron wurde er am 2. August 1875 zum Priester geweiht.

Er erlebte das Exil in Volders mit und half bei der Gründung von Maredsous und der Neubesiedlung der Abtei Emaus in Prag, wohin er am 8. Dezember 1890 übertrat. Dort war er Bibliothekar, Gastmeister, Schriftleiter der Zeitschrift St.-Benediktus-Stimme 1885–1892 und viele Jahre Prior 1887–1904 und 1913–1919. In dieser Funktion war er auch an der Gründung der Benediktinerinnenabtei St. Gabriel in Smichov bei Prag beteiligt, ab 1922 auch an der Gründung der Abtei Grüssau in Schlesien, wo er am 22. Januar 1928 starb.

gge, Juni 2021


D:

Prof.:8. Sep. 1872; Sac.: 2. Aug. 1875.

W:

Der Tempel von Jerusalem und seine Masse, 1887 · Tempelmasse: Das Gesetz der Proportion in den antiken und altchristlichen Sakralbauten ; ein Beitrag zur Kunstwissenschaft und Ästhetik. Wien: Schroll, 1912 · Mein Meister Rupertus. Ein Mönchsleben aus dem zwölften Jahrhundert. Freiburg im Breisgau u.a.: Herder, 1920. · Erzabt Maurus Wolter, in: Benediktinische Monatsschrift 7 (1925), S. 161–165.

L:

Bibliographie der deutschsprachigen Benediktiner 1880–1980. St. Ottilien: EOS, 1985–1987.

Normdaten:

GND: 11744281X

Zitierempfehlung: Wolff, Odilo, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 14.06.2021, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Wolff,_Odilo

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