Schmeing, Clemens

Aus Biographia Benedictina

Clemens Schmeing OSB

Clemens Schmeing

3. Abt des Klosters Gerleve 1971–1999

* 28. April 1930 Coesfeld
† 29. April 2018 Nottuln

Clemens Schmeing, Taufname Norbert, trat nach dem Abitur auf dem Nepomucenum als Theologiestudent in die Abtei Gerleve ein und legte am 14. April 1952 die Profess ab. 1956 wurde er zum Priester geweiht und 1959 in St. Anselmo, Rom, mit einer moraltheologischen Studie über Maurus von Schenkl zum Doktor der Theologie promoviert. Nach Gerleve zurückgekehrt unterrichtete er zunächst Philosophie und übernahm 1963 zunächst kommissarisch, später vollständig die Leitung des Noviziats.

Im April 1971 zum Abt gewählt, führte Schmeing die von seinem Vorgänger Pius Buddenborg begonnene Erneuerung »in ähnlich vorsichtiger und versöhnlicher Weise« (100 Jahre Gerleve, S. 116) weiter. Er ließ die Gebäude des Exerzitienhauses und der Jugendbildungsstätte erweitern und den neuen Altar der Abteikirche in der Vierung mitten im Mönchschor aufstellen. 1975 entließ er das Priorat Nütschau in die Selbständigkeit.

Schmeings Leitlinien für das benediktinische Leben in Gerleve wurden 1984 unter dem Titel »Geistliche Wegweisung« für die gesamte Beuroner Kongregation übernommen. Wie auch sein Vorgänger Pius Buddenborg übernahm Schmeing das Amt des Assistens religiosus der Föderation der Benediktinerinnen vom Hlst. Sakrament. 1972 trat unter seiner Leitung in Gerleve eine Kommission zur Erarbeitung der neuen Statuten der Beuroner Kongregation zusammen. Von 1981 bis zu seiner Emeritierung 1999 vertrat Schmeing die Beuroner Kongregation in Rom als Prokurator.

Neben seiner Leitungsaufgabe als Abt war er in der Exerzitienseelsorge unter anderem für Ordensleute und Priester tätig. Vielen angehenden Diakonen, Priestern und Bischöfen hielt er vor ihrer Weihe geistliche Besinnungstage. In der Öffentlichkeit wurde er v.a. durch seine Radioansprachen im WDR und in Deutschlandfunk bekannt.

1999 trat er mit Erreichen des 70. Lebensjahres als Abt zurück und war dann Hausgeistlicher bei den Benediktinerinnen in Eibingen bis er 2006 nach Gerleve zurückkehrte, wo er die letzten Jahre zurückgezogen lebte.

Er starb am 29. April 2018 im Nottulner Krankenhaus und wird auf dem Gerlever Klosterfriedhof beerdigt.

gge, Mai 2010, rev. Mai 2018


Daten:

Prof.: 14. April 1952; Sac.: 8. Sep. 1959 (Rom); Abbas: el. 20. April 1971, res. 1999; Dev.: Sicut qui ministrat – Wie einer der dient (Lukas 22, 27).

Werke:

Studien zur "Ethica Christiana" Maurus von Schenkls OSB und zu ihren Quellen. Regensburg : Pustet, 1959

Normdaten:

GND: 189545046

Zitierempfehlung: Schmeing, Clemens, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 1.5.2018, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Schmeing,_Clemens

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