Knappek, Maurus

Aus Biographia Benedictina

Maurus Knappek OSB

Maurus Knappek

49. Abt des Benediktinerstiftes Altenburg 1947–1968

* 11. Mai 1890 Hermesdorf, Mähren [Temenice, Tschechien]
† 16. April 1968 Wien

Maurus Knappek, Taufname Ernst, geb. 11. Mai 1890 in Hermesdorf in Mähren, war Professe des Schottenstiftes in Wien und Religionsprofessor am Stiftsgymnasium, 1932 dort Kämmerer, 1933 Prior; wurde 1940 Apostolischer Administrator des von den Nationalsozialisten aufgehobenen Stiftes Altenburg bei Horn. Nach der Rückerstattung des Klosters wurde er am 19. November 1947 zum Abt gewählt. Er blieb bis 1968 im Amt, erhielt aber 1966 mit Ambros Griebling einen Koadjutor.

Unter Abt Maurus' Leitung wurde das völlig verwüstete und geplünderte Kloster Altenburg, das nach der Enteignung 1940 als Auffanglager für Ostflüchtlinge und Lazarett und von 1945 bis 1946 als sowjetische Truppenunterkunft gedient hatte, renoviert und restauriert und wieder in ein Kloster verwandelt. 1961 führte Abt Maurus das Sängerknabeninstitut wieder ein.

Träger des Ehrenzeichens 1. Klasse für Kunst und Wissenschaft.

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D:

Sac.: 15. Juli 1914; Abbas: el. 19. Nov. 1947.

L:

Waltenberger, Raimund: Abt Maurus Knappek und das Stift Altenburg in der Zeit des Nationalsozialismus, der Russenbesatzung und der beiden Nachkriegsjahrzehnte. – Dissertation, Universität Wien, 2003 · Ders.: P. Maurus Knappek (1890–1968), Abt des Stiftes Altenburg, in: Waldviertler Biographien Bd. 3 (= Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes 52.10), 2010, S. 199–216.


Zitierempfehlung: Knappek, Maurus, in: Biographia Benedictina (Benedictine Biography), Version vom 17.10.2016, URL: http://www.benediktinerlexikon.de/wiki/Knappek,_Maurus

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